Montag, 30. Juni 2008

Kulturschock Australien: Sydney

Nach nunmehr fast acht Monaten in Asien schockt es uns rueckwaerts: in was fuer einer Welt leben wir im "Westen"?

Es ist ja nett, dass alles sauber und mehr oder weniger geordnet von statten geht. Aber was ist eigentlich los mit unseren Grossstaedten? Ein Spaziergang durch eine Stadt wie Sydney fuehlt sich an wie ein Tag in Eurodisney oder im Europa Park.

Wo ist die Echtheit hin?

Es ist Winter und die Menschen laufen in schwarzen Bueroklamotten durch das CBD. Allles grau in grau. Jeder der 1984 oder Equilibrium oder aehnliche Werke kennt, weiss wovon wir sprechen. Nach 8 Monaten Asien bekommt man permanent den Eindruck des Unechten. Alles Plastik...

In den Parks lassen sich die Maenner und Frauen von den Personal Trainers ueber den Rasen jagen. Personal Trainer als Ersatz fuer menschliche Waerme, als Suggerat gegen Einsamkeit.
Wenn man Frauen mit Babies sieht, hat man das Gefuehl, dass nicht nur die Babies ein Fremdkoerper fuer die Frauen sind, sondern dass auch die Frauen mit ihren Babies ein Fremdkoerper in der Stadtgesellschaft sind. Diese erhalten generoes eine Ausstattung an Babyequipment und werden ausgestossen aus der Daseinsform der City. Das Dasein ist Arbeit. Arbeiten ist Sein. die Frauen treiben als einsame Bubbles durch die Paerke der Grossstaedte und freuen sich, wenn sie andere Bubbles finden. Wir sind aus dem Geschaeft, wir sind kranke Formen des Daseins, aber notwendige! Verzweiflung wabbert ueber das ganze Elend und laesst nun die ganzen Stadtneurotikergeschichten aus der Feder Woddy Allans und Konsorten in einem voellig anderen Licht erscheinen. Alles was sich in einer Grossstadt befindet, treibt zwangslaeufig zu einer immanenten Neurose hin.
Nach 8 Monaten Asien erscheint einem dies sehr deutlich vor seinem inneren Auge. Es geht nicht darum zu sagen, dass Asien (welch abstrakter Begriff) dieses Problem nicht aufweist. Mitnichten! Gerade in den Molochen Asiens existiert dieses Problem auch. Aber eher bei den Menschen, welche den westlichen Stil leben. Und auch dann ist es nicht so extrem.
Erst in Australien (und Australien ist mitnichten die groesste Ansammlung von Menschen in der westlichen Welt) ist uns aufgefallen, in welch kuenstlicher Welt wir uns doch befinden. Es scheint, dass der kuenstliche Raum seine Spuren auch am Menschen hinterlaesst. Und das sind keine Streicheleinheiten. Das sind eklige eitrige Narben, die die Mehrheit als eine buntleuchtende Zuckerwatte wahrnimmt, und ununterbrochen daran versucht zu lecken.
Ergo, wir haben uns nicht sonderlich wohl gefuehlt in der Grossstadt. Trotzdem hier ein paar Touri-Fotos fuer Euch. Jedenfalls haben wir uns ueberlegt, wie wir schnellst moeglich wieder weg kommen. Nach drei Naechten im Youth Hostelwar es soweit und wir sind mit dem Campervan in Richtung Brisbane losgefahren.

Mittwoch, 18. Juni 2008

Good bye, Thailand

60 Tage Thailand sind vorueber, ein schoenes Land mit vielen Facetten (wie eigentlich jeder Fleck dieser Erde ...), das wir eigentlich als einen notwendigen Zwischenstopp einst sahen, ein Stopp, der zu einem erlebnisreichen und vielseitigen Aufenthalt wurde. Einen Bundesbruder besuchen, Tauchen und Tauchunfall, Meditation und Thaimassage und Kontakte mit Menschen aus Thailand rundeten diese 60 Tage ab. Vergleiche sollen hier nicht stehen, aber unser Koerper fuehlte sich trotz Hitze in diesem Land sehr wohl, eine wahre Erholung nach 6 Monaten Indien. Thailand - eine Spielwiese fuer Vergnuegungsparkliebhaber, Dauerfeierer und Strandurlauber? Natuerlich kommen die Esoheimer auch auf ihre Kosten. Das Vorurteil, dass bei den Thais alles Spass machen muss, hat sich bewahrheitet!

Es ist ein Land mit Tiefgang wie die Nordsee bei Ebbe und gleichzeitig doch so vielfaeltig und tiefschuerfend, wie der Blautopf in Sueddeutschland. Es haengt von der eigenen Facon und Offenheit ab, was ich erleben und lernen moechte. In Thailand ist es einfach, dass jeder das bekommt, was er moechte. Ob in Pattaya, das Mekka fuer Mallorca Orgien, Bier und Sexexzesse zelebriert werden, oder man in einem hyperteuren Luxusapartment sich dem Yoga mittels eines Privatlehrers hingibt, haengt von der Einstellung ab. Extremmeditation oder doch Bungeejumping und Paintball in Chiangmai? Beides ist moeglich, manche machen alles!

Thailand zeigt einem als aus dem Westen kommenden Menschen, wie gut es uns geht und dass es viele Thais gibt, denen es noch besser geht als uns.
Geht man aufs Land, dann begreift man , wie degeneriert wir doch leben. Als Mensch in einem Quader zu leben, in einem von hunderten, isoliert und anonym, ist abartig und pervertiert. Doch genauso leben wir und fuehlen uns zivilisiert und wohl. Kommen wir aber mit naturverbundeneren Lebensweisen zusammen, so stellt sich nach einer gewissen Zeit die Erkenntnis ein, dass Koerper und Geist sich in der entquadratisierten Umgebung wohler fuehlt. Gibt es neue Konzepte dieser Perversion Einhalt oder neue Wege anbieten zu koennen? Wird aber dieser augenblickliche Zustand als ein Punkt innerhalb eines Entwicklungsprozesses angesehen, dann ist es folgenrichtig anzunehmen, dass neue Konzepte nur durch den Prozess der Entwicklung geboren werden kann und nicht davor.

Plastik, Erleuchtung und Totes

Hier der laengst faellige Kommentar zu Thailands Umgang mit Plastik: ich gebe Thailand 10 Jahre, um im Plastik zu ersticken. Alles ist aus Plastik und alles wird in Plastik eingepackt: der Einkauf im Supermarkt, die Take-Away-Gerichte und... die Kaltgetraenke, wenn man sich entscheidet, die Glasflasche nicht sofort an Ort und Stelle auszutrinken.
Das ist uebrigens ein Baum der Art, unter dem Buddha die Erleuchtung erfahren hat. Vielleicht haette Hans-Joerg einfach noch ein bisschen laenger da sitzen bleiben muessen?!
Und der Tod schreit einem an jeder Ecke entgegen. Ueberall tote Tiere. Haengen ab, werden gekaut, durch die Gegend geschleppt, auf den Grill geschmissen und dann ausgeschissen.

Leben in Bangkok

Die Tiefen des Weges der Reise sind unergruendbar. Einen Augenblick laenger hier, ein kurzes Gespraech da, ein Laecheln hier und ein "ja" da und auf einmal nimmt alles eine andere Wendung. Am letzten Tage des Meditationskurses spricht mich jemand an, ist neugierig auf mich, dann auf uns, am naechsten Morgen werden wir in ihrem fetten BMW zurueck nach Bangkok gefahren und schlafen in einem Riesenhaus, das nur so vor Ueberfloss strotzt. Mitten in Thailand. Auch hier wird man in den 32 Stunden bis zur Trennung intimer als mit vielen Menschen, die man schon laenger kennt. Zeit spielt keine Rolle fuer die Intensitaet der Beziehung, das merkt man auf Reisen ganz besonders. Fremde sind keine Fremde mehr schon nach dem ersten Blickkontakt, andere bleiben immer Fremde. Wir waren essen zusammen in einem witzigen vietnamesichen Restaurant, in dem jeder seinen eigenen Pott mit kochendem Wasser hat, in dem man seine "eigene Suppe" zubereiten kann. Das Gekochte wird in eine Mischung aus frischem Koriander, gehacktem Knoblauch und Chilisplitter getunkt. Wir haben eine neue Welt der Kaufhaeuser entdeckt und uns Sightseeing gegeben.
Dabei vom Chaffeur in einem Riesenmercedes von einem Platz zum anderen gefahren worden. Ein gaenzlich anderer Blick auf die Stadt, als wenn man zu Fuss oder mit den oeffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist.
Morgens machen die Menschen, die flexible Arbeitszeiten haben, im Stadtpark Tai Chi, gehen joggen, huepfen zu Aerobic Beats auf und ab. Das ist die andere Seite der Stadt.
Offen sein, heisst viele Seiten kennenlernen. Gerade die freundliche Fremde auf der Reise ermoeglicht einem Offenheit. Menschen oeffnen sich einem, wie es sonst nie so schnell und einfach waere. Unsere Gastgeberin, Radiologin ihres Zeichens, ist selbst Patient geworden. Gemeinsam hatten wir sehr interessante und tiefe Gespraeche. Nach ihrer Therapie hat sie begonnen den ganzen modernen Therapieansatz bezueglich Krebs in Frage zu stellen. Fuer Sie ist es nunmehr schwer, vor einer Horde Frauen Dinge ueber Praevention von Krebs zu berichten, wenn man selbst erkannt hat, dass die Ursachen und Zusammenhaenge weitaus komplexer und tiefer sind, wie es die westliche Medizin bis jetzt angenommen hat. Der Mensch ist eben keine Maschine, sondern ein Netzwerk aus Zellen mit verschiedenen Arten von Bewusstseinszustaenden. Interne Berichte, so unsere Freundin aus Bangkok, zeigen deutlich, dass die MEHRHEIT der erkannten Tumore nicht zu Krebs werden (laut Definition). Die Bekanntgabe ("Sie haben Krebs!"), dass irgendetwas im Koerper nicht so ist wie sonst, hat eine groessere Auswirkung auf den betroffenen Menschen, als die Medizin annehmen will. Angst ist einer der staerksten Einflussfaktoren, so das Resumee unserer Gespraeche mit unserer Gastgeberin, denn es ist nocht nicht wirklich erforscht, was im Koeprer geschieht, wenn in unserem Bewusstsein solche Informationen verarbeitet werden muessen. Aber jeder Leser kann es an seinem Koerper selbst erforschen, wie es sein koennte, solche Nachrichten zu erhalten. Fuer sie ist auch deutlich geworden, dass Krankheit nicht als das Schlechte, sondern als etwas zum Leben gehoerende betrachtet werden sollte. Krankheit als Zeichen fuer Disbalance in dem System Koerper-Geist.

Vipassana - 10 Tage meditieren und schweigen

Unsere Visaverlaengerung hat es uns erlaubt den Vipassana-Kurs (Homepage auf englisch, auf deutsch) schon in Thailand zu machen. Seitdem wir auf der Reise sind, haben wir einen und dann immer mehr Menschen getroffen (in Indien), die uns von diesem Meditationskurs erzaehlt haben. Auch unser oesterreichischer Bruder hat ihn uns empfohlen.
Fuer diejenigen, die jetzt schon interessiert sind, schaut Euch lieber die Homepage an, weil es direkte Infos sind, unsere kommen durch unsere Brille. Das Einzige, was wir vor dem Kurs wussten, ist dass es ein Meditationskurs ist und dass man die 10 Tage ueber schweigen bewahren muss. Das wars. Das reicht auch. Einfach ausprobieren. Wir koennen Euch das sehr ans Herz legen. Das ist wahrscheinlich der haeufigste Gedanke, der dann doch mal in der Meditation Die Gruppe bestand aus etwa 60 Frauen und 30 Maennern, die meisten Thai. Anscheinend gibt es eine Quote. Wir waren hoechstens fuenf Maedels aus dem Ausland. Es gibt sowohl new students als auch old students. Die Leute, die sich waehrend der Zeit um einen kuemmern, inklusive des Assistent-Lehrers, sind ehrenamtlich taetig.

Vipassana-Lehrer sind alle bei Goenka selbst in Lehre gewesen. Unsere Lehrerin hat 14 Jahre bei ihm gelernt. Es ist so schoen endlich mal einen Meditations-Lehrer gehabt zu haben. Wird man doch meist allein gelassen, nachdem man irgendwo von irgendjemandem eine neue Technik gelernt hat. Man kommt schneller voran, braucht nicht so viele Zweifel zu schieben und kann sich absichern, ob man auf dem richtigen Weg ist, d.h. die Technik wirklich richtig anwendet. Sie war gleichzeitig die einzige Person, mit der man in der taeglich angebotenen Sprechstunde kommunizieren durfte, nur ueber die Technik versteht sich.
Zwei Tage lang durften wir waehrend der Nicht-Gruppenmeditation in einer Einzelzelle meditieren. Es ist dann natuerlich dunkel in der Zelle man sitzt in der Mitte auf den blauen Kissen, im Boden gibt drei Luftschlitze, also etwas warm da drin, aber Anicca!

Das Zentrum, eines von vier in Thailand, und von rund 45 weltweit (in Deutschland gibt es auch ein permanentes, in Triebel im Vogtland, aber es gibt auch Kurse in Muenchen und in Bremen), liegt 2,5 Stunden Fahrt oestlich von Bangkok an einem Ort, wo sich kein Tourist hinverirren wuerde. Die Anlage ist voller Teiche und Baeume.Warum die Abgeschiedenheit und das Leben im Zentrum waehrend des Kurses? Sinn und Zweck ist, fuer die Dauer des Kurses das Leben eines Moenches bzw. einer Nonne fuehren zu koennen - die Umstaende in unserem Alltag wuerden das niemals zulassen, zuviel Verantwortung... Arbeit, Familie, Haushalt, Kontakt mit der Aussenwelt. Man lebt von den Spenden anderer, man selbst spendet erst am Ende, um es den folgenden Studenten zu ermoeglichen ebenfalls den Kurs zu besuchen. Dann die ueblichen Grundregeln wie Keuschheit, Nicht-Gewalt, Ehrlichkeit etc. Maenner und Frauen leben, essen, meditieren und spazieren getrennt, auch wenn man sich in denselben Hallen bewegt. Die beiden Haelften der Anlage bleiben stets getrennt, auch am Ende, wenn man wieder miteinander sprechen darf.

Der Tag faengt morgens um 4 Uhr an und hoert abends um 21 Uhr auf. Dazwischen gibt es nur Meditation, zu essen und abends eine Vorlesung ueber die naechsten Schritte der Technik.

Diese Methode ist so simpel wie das Leben. Aha, der aufmerksame Leser erkennt hier schon die erste Schwierigkeit. Das Leben ist simpel und trotzdem so kompliziert! und so ist es dann auch in der Praxis. Sich nur auf den Atem zu konzentrieren und auf koerperliche Sensations erscheint als eine doch so simple Aufgabe. Aber da hat der einzelne nicht mit seinem Prozessor Gehirn, Bewusstsein, Ueber- und Unterbewusstsein gerechnet. Was da wirklich aktiv ist und wie dies per definitionem bezeichnet werden sollte, kann getrost den Wissenschaften ueberlassen werden. Fakt ist, dass in solchen Tagen und in jedem einzelnen Moment eine staendige Auseinandersetzung mit Impulsen, Bildern, Gedanken, Gefuehlen etc. stattfindet. An diesem Moment setzt dann die Technik an. Wie kann mit solchen impacts umgegangen werden? Man koennte sogar behaupten, dass diese impacts so etwas wie die Flugzeuge (oder was das auch immer war) am 9-11 auf unsere kostbaren Momente verstanden werden kann. Der kleine Unterschied ist aber, dass ich als Individuum jedesmal, das heisst in jedem Augenblick entscheiden kann, ob die Flugzeuge in meine Tuerme des Augenblicks reinrasen oder nicht. Indem ich meinen Fokus, meine Aufmerksamkeit nicht auf die Flugzeuge lenke, verlieren sie an Kraft und koennen nicht weiterxistieren.
Je tiefer und stiller ich werde, und das ist einer der haertesten Kaempfe, die ich je ausgefuehrt habe, desto klarer wird einem die Struktur von wollen und sein, das Entstehen von Verlangen und von dem Erfuellen desselben, was immer zu Ent - taeuschungen fuehrt und fuehren wird.

Die Methode, welche Indiana Jones gleich 2000 Jahre in einem Kloster in Burma von Generation zu Generation bewahrt und weitergegeben wurde, als die Technik im Mutterland Indien laengst vergessen war, offenbarte sich, wie von Buddha prophezeit, im letzten Jahrhundert wieder der Welt.

Die Verwendung von Beobachtung des eigenen Koerpers und des Atems als Mittler zwischen Bewusstheit und Unbewusstheit ist so banal, dass man sich fragen koennte, warum dies nicht auch von Menschen im Westen entdeckt wurde. Wie dem auch sei, warum die Inder (Hindus - schwammige Definition, aber sollte mal genuegen) Buddha als Mensch und Erleuchteten damals nicht ausstehen konnten, als er diese simple Technik den Menschen anbot, liegt darin, weil sie im Sinne von Meusburger 1998 Todesangst hatten, dass das Heilswissen sich durch diese simple und dogmenfreie Technik aufzuloesen begaenne. Es gibt schriftliche Ueberlieferungen darueber, wie Menschen in Vorteilspositionen sich darueber beschwerten, dass dadurch die Goetter und Normen und Ethik verschwinden wuerden. Und somit ihre Macht.

Buddha kann als Entdecker einer Technik bezeichnet werden.
Und das war es auch schon.

Somit muss dem Wischwasch, was im Westen ueber Buddha bekannt ist, eine klare Antwort gegenueber gestellt werden. BUDDHA, als Mensch, wie er damals gelebt hat, schrieb nie etwas auf und es gibt keine schriftlichen Beweise. Andere haben ueber ihn geschrieben, was er ihnen geantwortet hat (meistens in Gegenfragen).

Was er der Welt gab, war nur eine kleine Sache, die so banal ist, wie sie grossartig ist:

Der Koerper ist unser einzigster Bezugspunkt.

Eine Technik, welche den Koerper und den Atem als Basisreferenz verwendet um innere Klarheit freizusetzen. Mit dieser Technik, welche an keine Religion oder andere Glaubenskonstrukte gekoppelt ist, besteht die Moeglichkeit fuer jedes Individuum innere Erkenntnis zu erlangen, die nicht geglaubt wird, sondern selbst erlebt und dadurch fuer einen selbst zur Wahrheit wird.

Dein Erleben ist deine Wahrheit.

Es sind keine Buecher mehr notwendig, keiner, der einem von seinen Erfahrungen erzaehlt. Ich mache meine eigenen Erfahrungen, die fuer mich wahr sind. Die Erfahrung des Erleuchteten ist seine Wahrheit und nicht mitteilbar, sie ist fuer mich in letzter Instanz absolut wertlos, da nicht ich, sondern der andere die Erfahrungen machen konnte.

Sonntag, 1. Juni 2008

Wieder auf Ko Tao

Ko Tao ist wunderschoen. 3 km breit und 7 km lang, klein. Es gibt viele abgeschiedene Buchten, die es wirklich anstrengend ist zu erreichen. Aber es lohnt sich.

Deshalb hat es uns doch noch mal fuer die letzten vier Tage auf die alte Insel gezogen. Ausserdem hatten wir da schon Freunde, die wir gerne wiedersehen wollten. Wir sind eben die typischen Zurueckkommer. Bekannte Orte, bekannte Menschen.

Als der werte Herr Taucher wieder bei vollen Kraeften war,haben wir unseren Traum wahr gemacht, uns einen Ruck gegeben und mit einem AVD, Squad, 4-Wheeler oder wie auch immer genannt, die Insel zu erkunden. So einen Spass hatten wir schon lange nicht mehr. Ohne Helm natuerlich. Man faehrt zwar nicht schnell, wenn man was im Kopf hat, aber die Strassen sind mehrheitlich unbefestigt und mit tiefen Graeben – ehemals Fahrtrinnen von Jeeps, die durch Erosion vertieft und erweitert wurden – versehen, was die Fahrt sehr holprig macht. Ach so, das ist nicht alles, das groesste Problem ist die Steigung, wie viel Prozent? Auf jeden Fall so steil, dass man das Gefuehl hat, in der Achterbahn zu sitzen mit dem Unterschied, dass das hier echt ist.


Und das haben wir unter anderem gesehen:

die Bucht Hin Wong im Osten,

die Bucht Tanote ebenfalls im Osten der Insel,wir mussten feststellen, dass die Insel mithilfe von diesen Dieselgeneratorenmit Strom versorgt wird. Es gibt aber auch schon Leute, die anfangen sich um Oekotourismus auf der Insel zu bemuehen,

zu guter letzt die benachbarte Bucht Shark Bay, die ihren Namen dadurch verdient hat, dass man hier zu bestimmten Tageszeiten beim Tauchen und Schnorcheln Walhaien begegnen kann.

Da endete auch unser Ausflug mit dem vierten Fruchtshake des Tages. Das ist der Blick von unserem Bungalow auf die Chalok Bucht. Der Steinhaufen am Ende der Bucht sieht, wie unschwer zu erkennen ist, wie jemand aus, der meditiert. Auch Buddha View genannt.
Dieser Bungalow hat uns die groessten Geckos beschert, die wir je als fleissige Mitbewohner hatten. Leider waren sie gleichzeitig eine Laermbelaestigung. Sie sind in die Wand verschwunden und zwischen der Verkleidung und dem Dach auf Jagd gegangen, was uns um den Schlaf gebracht hat.
Aber dafuer hatten wir eine schoene Aussicht auf die Huegel zur einen Seite undauf die Bucht rechts im Bild nach jeder kaputten Nacht am Morgen.