
Der Tag faengt morgens um 4 Uhr an und hoert abends um 21 Uhr auf. Dazwischen gibt es nur Meditation, zu essen und abends eine Vorlesung ueber die naechsten Schritte der Technik.
Diese Methode ist so simpel wie das Leben. Aha, der aufmerksame Leser erkennt hier schon die erste Schwierigkeit. Das Leben ist simpel und trotzdem so kompliziert! und so ist es dann auch in der Praxis. Sich nur auf den Atem zu konzentrieren und auf koerperliche Sensations erscheint als eine doch so simple Aufgabe. Aber da hat der einzelne nicht mit seinem Prozessor Gehirn, Bewusstsein, Ueber- und Unterbewusstsein gerechnet. Was da wirklich aktiv ist und wie dies per definitionem bezeichnet werden sollte, kann getrost den Wissenschaften ueberlassen werden. Fakt ist, dass in solchen Tagen und in jedem einzelnen Moment eine staendige Auseinandersetzung mit Impulsen, Bildern, Gedanken, Gefuehlen etc. stattfindet. An diesem Moment setzt dann die Technik an. Wie kann mit solchen impacts umgegangen werden? Man koennte sogar behaupten, dass diese impacts so etwas wie die Flugzeuge (oder was das auch immer war) am 9-11 auf unsere kostbaren Momente verstanden werden kann. Der kleine Unterschied ist aber, dass ich als Individuum jedesmal, das heisst in jedem Augenblick entscheiden kann, ob die Flugzeuge in meine Tuerme des Augenblicks reinrasen oder nicht. Indem ich meinen Fokus, meine Aufmerksamkeit nicht auf die Flugzeuge lenke, verlieren sie an Kraft und koennen nicht weiterxistieren.
Je tiefer und stiller ich werde, und das ist einer der haertesten Kaempfe, die ich je ausgefuehrt habe, desto klarer wird einem die Struktur von wollen und sein, das Entstehen von Verlangen und von dem Erfuellen desselben, was immer zu Ent - taeuschungen fuehrt und fuehren wird.
Die Methode, welche Indiana Jones gleich 2000 Jahre in einem Kloster in Burma von Generation zu Generation bewahrt und weitergegeben wurde, als die Technik im Mutterland Indien laengst vergessen war, offenbarte sich, wie von Buddha prophezeit, im letzten Jahrhundert wieder der Welt.
Die Verwendung von Beobachtung des eigenen Koerpers und des Atems als Mittler zwischen Bewusstheit und Unbewusstheit ist so banal, dass man sich fragen koennte, warum dies nicht auch von Menschen im Westen entdeckt wurde. Wie dem auch sei, warum die Inder (Hindus - schwammige Definition, aber sollte mal genuegen) Buddha als Mensch und Erleuchteten damals nicht ausstehen konnten, als er diese simple Technik den Menschen anbot, liegt darin, weil sie im Sinne von Meusburger 1998 Todesangst hatten, dass das Heilswissen sich durch diese simple und dogmenfreie Technik aufzuloesen begaenne. Es gibt schriftliche Ueberlieferungen darueber, wie Menschen in Vorteilspositionen sich darueber beschwerten, dass dadurch die Goetter und Normen und Ethik verschwinden wuerden. Und somit ihre Macht.
Buddha kann als Entdecker einer Technik bezeichnet werden.
Und das war es auch schon.
Somit muss dem Wischwasch, was im Westen ueber Buddha bekannt ist, eine klare Antwort gegenueber gestellt werden. BUDDHA, als Mensch, wie er damals gelebt hat, schrieb nie etwas auf und es gibt keine schriftlichen Beweise. Andere haben ueber ihn geschrieben, was er ihnen geantwortet hat (meistens in Gegenfragen).
Was er der Welt gab, war nur eine kleine Sache, die so banal ist, wie sie grossartig ist:
Der Koerper ist unser einzigster Bezugspunkt.
Eine Technik, welche den Koerper und den Atem als Basisreferenz verwendet um innere Klarheit freizusetzen. Mit dieser Technik, welche an keine Religion oder andere Glaubenskonstrukte gekoppelt ist, besteht die Moeglichkeit fuer jedes Individuum innere Erkenntnis zu erlangen, die nicht geglaubt wird, sondern selbst erlebt und dadurch fuer einen selbst zur Wahrheit wird.
Dein Erleben ist deine Wahrheit.
Es sind keine Buecher mehr notwendig, keiner, der einem von seinen Erfahrungen erzaehlt. Ich mache meine eigenen Erfahrungen, die fuer mich wahr sind. Die Erfahrung des Erleuchteten ist seine Wahrheit und nicht mitteilbar, sie ist fuer mich in letzter Instanz absolut wertlos, da nicht ich, sondern der andere die Erfahrungen machen konnte.